Zeitzeugenfilm am 19.03.26 um 19:30 Uhr.
Zeitzeugenfilm im Fehnmuseum Eiland am 19. März 2026 19.30 Uhr
Monika Kramer, geb. 1953, und Herbert Janssen, geb. 1945, beide wohnhaft in Aurich,
sind Mitbegründer der Volkstanz- Trachtengruppe „Sandwaterdanzers e.
V.", in Simonswolde, der Gemeinde Ihlow. Dieser Verein ging aus dem Landfrauenverein hervor, bei dem aber keine Männer teilnahmen. Die Tanzgruppe, überwiegend Ehepaare, bestand aus 25 Teilnehmern, die vom Tanzgruppenleiter Kehrbach aus Aurich ihre Anleitung bekam. Das Vereinsgründungsjahr ist It. Urkunde das Jahr 1988. Zunächst wurde in ziviler Kleidung geübt, und zwar in der Gaststätte Germania bei Luci und Heinz, die ihren Saal kostenlos zur Verfügung stellten. Bei öffentlichen Auftritten trugen die Frauen eine weiße Bluse und schwarzen Rock, die Männer schwarze Hose, weißes Oberhemd, schwarze Weste und ein rotes Halstuch. Doch bald kam der Wunsch auf, eine Tracht zu entwickeln mit historischem Hintergrund. Eine Aurich- Oldendorfer Tracht wurde als Vorbild genutzt und danach Stoffe gewebt und geschneidert. Eine Weberei aus Dornum webte den Stoff aus Damast und Wolle, mit den vorgegebenen Farben, die dem Grundton des heimischen Bodens nahekam. Geschneidert wurden die Trachten von einer Person aus Sindelfingen, die diese als Meisterstücke fertigte. Als Menno Janssen aus einem Haus in Elsfleth einen alten Schrank kaufte, fand er darin zwei schmucke Häubchen, die als anerkanntes Vorbild für künftige Hauben für die Frauen der Tanzgruppe dienten. Eine Frau aus Norden hat sie geklöppelt, und zwar mit einem Zeitaufwand von zwanzig Stunden je Haube, unterschiedlich im Muster bei gleichen Farben. Der Kostenaufwand war erheblich und musste pro Person mit 1.200 DM vorfinanziert werden. Es fanden sich glücklicherweise Sponsoren, die eine große Last abnahmen, sodass der Eigenanteil bei 600 DM tragbar blieb.
Der Verein fand große Zustimmung und trat bei vielen Veranstaltungen öffentlich auf, nicht nur in Ostfriesland, sondern in ganz Niedersachsen und in den USA. Sogar ein eigenes Vereinslied wurde gedichtet und regelmäßig vorgetragen.
Inzwischen sind die aktiven Personen alt oder schon verstorben und einige der Trachten werden im Fehnmuseum verwahrt.






